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 Welche Reisekrankheiten kann mein Hund bekommen?

"Voy contigo – Nimmst du mich mit?“ Den Straßenhund, den keiner haben will, und der so anhänglich ist, dass es fast weh tut. Meistens wird der Entschluss den Hund mit nach Hause zu nehmen, spontan und mit den besten Absichten gefasst.  An mögliche Folgen wie etwa „Importkrankheiten“ denken dabei die wenigsten Urlauber. Oder umgekehrt: Wer einen Hund hat, nimmt ihn auch gern in den Urlaub mit; schließlich gehört er zur Familie. Aber auch dabei ist einiges zu beachten. Welche Reisekrankheiten kann mein Hund bekommen?

Babesiose

Babesien sind Einzeller, die durch Zecken übertragen werden. Erkrankte Hunde werden müde, apathisch und fressen nicht mehr. Häufig wird rot-brauner Urin ausgeschieden. Die Schleimhäute werden sehr blass und gelb. Die Babesiose kann bei frühzeitiger Behandlung geheilt werden, andernfalls endet sie meist tödlich.

Leishmaniose

Leishmanien, ebenfalls Einzeller, besiedeln Haut, Lymphknoten und innere Organe. Übertragen werden sie durch Sandmücken. Hier entwickeln sich schuppig-krustige Hautveränderungen insbesondere am Kopf und an den Ohren. Die Lymphknoten können anschwellen. Durchfall, Erbrechen und Lahmen sind häufige Folgen.

Ehrlichiose

Ehrlichien werden von Zecken übertragen und befallen vor allem Blutzellen und Knochenmark. Die Folgen sind meist Fieber, Schwäche, Apathie und Appetitlosigkeit. Blutungen können auftreten. Heilungschancen sind gut bei frühzeitiger und ausreichend langer Behandlung.

Dirofilariose

Die Larven dieser Rundwürmer werden von Stechmücken und Flöhen übertragen. Die erwachsenen Würmer leben im Blut, vor allem in der Herzkammer und in den großen Gefäßen. Typische Symptome einer Erkrankung sind mangelnde Belastbarkeit, Husten, Atemnot und Kreislaufschwäche.

Hepatozoonose

Die Einzeller werden durch das Verschlucken ganzer Zecken aufgenommen und befallen die weißen Blutzellen. Symptome treten nicht immer auf und sind eher untypisch. Deshalb wird die Hepatozoonose oft nur zufällig entdeckt.

Wie können diese Erkrankungen nachgewiesen werden?

1. Erregernachweis

Dirofilarien und Babesien lassen sich bei starkem Befall direkt im Blutausstrich sichtbar machen. Sind zum Untersuchungszeitpunkt nur wenige Erreger vorhanden, ist die Chance geringer, sie im Mikroskop zu entdecken. Ein negatives Ergebnis bedeutet daher nicht unbedingt „keine Infektion“. Daneben gibt es neuere molekularbiologische Verfahren.

 

2. Antikörperbestimmung

Die infizierten Hunde entwickeln Antikörper gegen die Parasiten. Diese Antikörper sind ab der vierten Woche nach Infektion im Blut messbar. Ein positives Ergebnis heißt allerdings nicht automatisch: „der Hund ist krank“. Ihre Tierärztin / Ihr Tierarzt wird im Einzelfall die Bedeutung eines solchen Befundes und das weitere Vorgehen mit Ihnen besprechen.