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 Welche Reisekrankheiten kann mein Hund bekommen?

 

Nimmst du mich mit?“

Den Straßenhund, den keiner haben will, und der so anhänglich ist, dass es fast weh tut.

Meistens wird der Entschluss den Hund mit nach Hause zu nehmen, spontan und mit den besten Absichten gefasst. 

An mögliche Folgen wie etwa „Importkrankheiten“ denken dabei die wenigsten Urlauber. 

Oder umgekehrt: Wer einen Hund hat, nimmt ihn auch gern in den Urlaub mit; schließlich gehört er zur Familie.

Aber auch dabei ist einiges zu beachten. 

Welche Reisekrankheiten kann mein Hund bekommen?

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Mittelmeerkrankheiten Kurzfassung

 

Anaplasmose

Verursacher:                Anaplasmen = Bakterien (Rickettsien)

Übertragung durch:     Zecken

Betroffenes Organ:     Blut, bei chronischem Verlauf: Nieren, Nerven, Gelenke

Symptome:    akut:     Verdauungsbeschwerden, Mattigkeit, Blutungsneigung, Polyarthritis

chronisch:                     Entzündungen, neurologische Störungen

Behandlung:                  Antibiotikum / Doxycyclin 21 Tage 2 x täglich

!! Die Symptome ähneln oft denen der Ehrlichiose.

 

!! Übertragbarkeit auf Menschen ist möglich, Übertragungsweg beachten: Zecken

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Babesiose

Verursacher:                Sporentierchen

Übertragung durch:     Zecken

Betroffenes Organ:     Blut (Zerstörung der roten Blutkörperchen) chronisch: Nieren, Nerven

Symptome:    akut:    Anämie, Mattigkeit, Blutungsneigung, "Cola-farbener" Urin, hohes Fieber,        

                       Verdauungsbeschwerden, epileptiforme Anfälle,

chronisch:                    Abmagerung, kann zu Nierenversagen führen

Behandlung:                  Imidocarb-Dipropionat (als subkutane Injektion) Carbesia

 

keine Übertragbarkeit auf Menschen

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Ehrlichiose

Verursacher:                Bakterien, Ehrlichien gehören zur Ordnung der Rickettsien

Übertragung durch:     Zecken

Betroffenes Organ:     Blut, bei chronischem Verlauf: Augen, Nieren

Symptome:      akut:    Fieber, Blutungsneigung, Apathie, Verdauungsstörungen,

chronisch:                    Hornhauttrübung, Netzhautablösung, Nierenschäden

Behandlung:                Antibiotikum / Doxycyclin 21 Tage 2 x täglich

!! Die Symptome in der akuten Phase ähneln oft denen der Anaplasmose.

Generell verläuft die Ehrlichiose aber oft schwerwiegender als die Anaplasmose.

 

keine Übertragbarkeit auf Menschen

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Filariosen

Verursacher:                                        Filarien (Fadenwürmer), Larven = Mikrofilarien, ausgewachsen =

Verschiedene Arten:                  Makrofilarien und Mikrofilarien
Dirofilaria immitis (Herzwurm):          12-30 cm lang, befällt die Pulmonalarterien und das rechte Herz 
Dirofilaria repens (Hautwurm):           5-17 cm lang, befällt die Unterhaut

Übertragung durch:                             Stechmücken

Symptome:

Herzwurmerkrankung:                         chronischer Husten, blasse Schleimhäuten, Würgen, Erbrechen, Atemnot.

bei starkem Befall:                             Rechtsherzinsuffizienz, Thrombose, Leber- und Niereninsuffizienz

Hautwurmerkrankung:                         schmerzlose Unterhautverdickungen, Abszesse, Juckreiz

Betroffenes Organ:                            Herz bzw. Haut

Behandlung:                                        Antibiotikum / Doxycyclin 28 Tage 2 x täglich

                                       advocate/Prinovox ½ lang 1 x im Monat, dann 5-6 Jahre alle 3 Monate

                                       in den Nacken

 

Herzwurm: Keine Übertragbarkeit auf Menschen

Hautwurm: Übertragbarkeit auf Menschen ist möglich, Übertragungsweg beachten: Stechmücken

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Hepatozoonose

Verursacher:                Sporentierchen

Übertragung durch:     Verschlucken bzw. Zerbeißen von infizierten Zecken, durch intensiven Fuchskontakt,

                                     von der infizierten Mutter auf Welpen

Symptome:      akut:     Fieber, häufig kombiniert mit blutigem Durchfall, Nasen- und Augenausfluss, Lethargie.

chronisch:                    Anämie, Durchfall, Abmagerung, Versteifung der Rumpf- und Nackenmuskulatur, epileptiforme Anfälle.

Die meisten Hunde sind asymptomatisch und benötigen keine Behandlung.

 

keine Übertragbarkeit auf Menschen

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Leishmaniose

Verursacher:                            Geißeltierchen, Leishmania infantum 

Überträger:                             Sandmücken

Symptome: äußerlich:              Haarausfall v. a. Kopf, Entzündungen der Haut u. Augen

innerlich:                                 Schäden der Leber und des Knochenmarks, Anämie

Behandlung:                             symptomatisch, die Erkrankung ist nicht heilbar (einzustellen mit Alluporinol)

 

eine direkte Übertragung vom Hund auf den Menschen ist in Deutschland nicht bekannt.

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Rickettsiose

Verursacher:                Bakterien der Gattung Rickettsia

Überträger: Hund:       Zecken

Katze:                          Flöhe

Symptome:                   leichter Verlauf: flächige Hautveränderungen mit flüssigkeitsgefüllten Pusteln im Bauchbereich

schwerer Verlauf:       Fieber, periphere Ödeme, Lahmheiten

Behandlung:                 Antibiotikum / Doxycyclin 21 Tage 2 x täglich

 

eine direkte Übertragung vom Hund auf den Menschen ist in Deutschland nicht bekannt.

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Giardien

Verursacher:                Giardia, mikroskopisch kleine Dünndarm-Parasiten                   

Überträger:            Kot                              

Symptome: äußerlich:    Durchfall, z.T. blutig und/oder schleimig/riecht sehr stark                                                               Behandlung:            Metronidazol

                                   

Übertragbarkeit auf Menschen ist möglich, Schmierinfektion (orale Aufnahme von Kot)

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Demodex

Verursacher:                Haarbalgmilbe                        

Überträger:                 Körperkontakt

Betroffenes Organ:               Haut                            

Symptome: äußerlich:        Haarausfall, Schuppenbildung, vermehrte Talgbildung der geschädigten                                                             Hautareale, Juckreiz. !! die geschädigte Haut ist anfällig für weitere Infektionen !! Behandlung:                  Behandlung: desinfizierende Waschlösungen, bei schwerem Befall Antibiotikum

                                   

Keine Übertragbarkeit auf Menschen

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Sarcoptes

Verursacher:                Räudemilbe, Sarcoptes scabiei var. canis                           

Überträger:                 Hautkontakt, hochansteckend                        

Symptome: äußerlich:        Hautrötung, Haarausfall,  starker Juckreiz, übermäßige Verhornung                                                                

!! selbstzugefügte Hautverletzungen durch exzessives Kratzen und  Beißen in die juckenden Hautbereiche !!

Betroffenes Organ:               Haut, beginnend um die Augen, an Ohrrändern                                 

Behandlung:                  Waschlotionen, Advocate, Stronghold, Bravecto

 

Es empfiehlt sich, dicke Krusten mechanisch zu entfernen, da diese mit vielen Milben besiedelt sind. Auch Pflegegegenstände und Liegeplätze müssen gereinigt und mit milbentötenden Mitteln behandelt werden, da die Milben dort bis zu drei Wochen überleben können

 

Übertragbarkeit auf Menschen ist möglich, aber keine Behandlung nötig, da die Milben nach max 3 Wochen absterben (Fehlwirt)