Eine Hundeannahme der ganz besonderen Art

Heute war es mal wieder so weit: Es hieß, der Trapo rollt an.

Eigentlich war die Ankunft bereits für den frühen Abend geplant. Doch dieser Transport sollte alles andere als normal verlaufen. Angefangen damit, dass wir die Nachricht bekamen, dass es zu einem Wildunfall gekommen war und der Trapo in Bayern gewechselt werden musste. Damit war schon klar: Die Hundeannahme würde heute ein bisschen später stattfinden als ursprünglich geplant.

Zunächst hieß es 22:40 Uhr. Daraus wurden 23:30 Uhr und aus 23:30 Uhr schließlich 0:30 Uhr. Für uns aber kein Problem. Wir sind es schließlich gewohnt, die Nächte für PVA um die Ohren zu schlagen.

Als um 0:45 Uhr allerdings noch immer kein Transporter in Sicht war, dafür aber jede Menge Blaulicht rund um den Mechtenberg zu sehen war, machten wir uns langsam wirklich Sorgen. Ein Brand und eine damit verbundene Straßensperrung verhinderten, dass der Transporter auf dem direkten Weg zu uns kommen konnte.

Dank eines netten Feuerwehrmannes wurde der Trapo schließlich umgeleitet. Und so konnten wir um kurz nach 1 Uhr endlich die sechs neuen Hunde in Empfang nehmen.

Sichtlich erleichtert waren nicht nur die Fahrer, dass sie es endlich geschafft hatten, sondern auch wir. Schließlich konnten die sechs nun endlich in ihr Zwischenzuhause einziehen.

Die ersten Momente liefen natürlich genauso ab, wie man es kennt: volle Aufregung und jede Menge Trubel. Vor allem unsere Bestandshunde waren völlig aus dem Häuschen und scharrten wie wild am Gitter, um die Neuankömmlinge kennenzulernen.

Neben Kasper, dem echten Kasper, der eigentlich schon beim letzten Transport hätte kommen sollen, durften wir drei Welpen und zwei ältere Hündinnen bei uns begrüßen.

Für mich – Moritz – wurde dabei noch eine ganz besondere Überraschung wahr. Aus Spaß hatte ich Biene bei ihrem Besuch in der Arche Fagot ein Bild geschickt, auf dem ein kleiner Kerl zu sehen war, mit dem Kommentar: „Der ist cool, den sollten wir holen.“ Da eine andere Hündin nun leider nicht ausreisen konnte, bekam der kleine Mini-Moo tatsächlich seinen Platz und durfte gemeinsam mit seinen beiden Schwestern zu uns reisen.

Als der erste Trubel vorbei war, ging es direkt weiter: wiegen, messen, Bilder machen und alle wichtigen Daten sammeln. Und dann kam das wohl leidigste Thema bei jedem Neuankömmling: Geschirre und Halsbänder anpassen.

Dabei fiel uns auf, dass mit Milka irgendetwas „kaputtgegangen“ zu sein schien. Die Kleine ist ohnehin sehr schüchtern und ängstlich und traute sich plötzlich überhaupt nicht mehr, sich zu bewegen. Mit viel gutem Zureden, Ruhe und ein wenig Geduld kam sie aber nach und nach wieder aus sich heraus.

Anschließend durfte sich die gesamte Gruppe über ihr erstes Essen bei PVA freuen. Dabei wurde uns ziemlich schnell klar: Die drei Welpengeschwister essen am liebsten zusammen. Und wenn man sich einen Napf teilen kann, ist das natürlich das Allerbeste! Also wurden kurzerhand – entgegen unserer üblichen Vorgehensweise – drei Näpfe zusammengeschoben und die drei durften gemeinsam futtern.

Nach einer Weile wurde noch ein bisschen gespielt, gekuschelt und die ersten Streicheleinheiten abgeholt. Doch irgendwann war es dann auch geschafft.Mittlerweile war es bereits nach 2 Uhr morgens. Und so waren nicht nur unsere Helfer ziemlich müde, auch die ersten Hunde hatten offenbar nichts Besseres mehr zu tun, als sich fast schon in unseren Schoß zu kuscheln und einfach einzuschlafen. Also hieß es: Alle Mann und Frauen einmal Richtung Quarantäne, Hunde verteilen und zur Ruhe kommen.

Der kleine Kasper muss leider die erste Nacht alleine verbringen. Unsere beiden älteren Hündinnen dagegen hatten ganz andere Pläne: Sie kuschelten sich kurzerhand gemeinsam in ein Körbchen. Und auch die drei Welpen konnten sich offensichtlich nicht entscheiden, welches Körbchen denn nun das beste ist. Die Lösung war einfach: Alle drei zusammen in eins.

Dort wurde noch einmal getobt, gekuschelt und alles ausgiebig erkundet. Und nachdem die Geschirre endlich abgelegt waren, schienen alle sechs sichtlich erleichtert und zufrieden.

Und wir Helfer waren es ehrlich gesagt auch, denn endlich war alles geschafft. Es hieß noch ein letztes Mal: Reste beseitigen, sauber machen, alles wieder herrichten. Schließlich geht es morgen schon wieder weiter mit unseren Bestandshunden – und natürlich steht auch für unsere Neuen der erste Beautytag an. Dann gibt es natürlich auch die ersten richtigen Bilder von ihnen.

Wir sind gespannt, was die nächsten Tage bringen. Eines können wir aber jetzt schon sagen: Unsere Anlage wird am kommenden Samstag, wenn wir unseren zweiten PVA-Flohmarkt veranstalten, ordentlich mit Leben gefüllt sein. 🐾❤️

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